Ein elektronisches Baby, der so genannte "Baby-Simulator", kann Teenagern einen realistischen Eindruck von einem Leben mit einem Kind vermitteln. Viele Schulen bieten inzwischen solche Projekte an, bei denen Mädchen zwischen 13 bis 17 Jahren für einige Tage, oder sogar eine Woche leihweise ihr eigenes Baby bekommen. Und das funktioniert so.

Jede Schülerin bekommt ein Armband mit einem elektronischen Chip. Mit diesem Chip wird ihr Baby aktiviert. Mal ein Junge, mal ein Mädchen. Alle haben gemeinsam, das sie sich wie ein lebendiger Säugling benehmen. Sie schreien, sie weinen, sie haben Hunger und müssen gewickelt werden, wollen mal in den Arm genommen oder gewiegt werden, müssen ein Bäuerchen machen und machen ihr Windeln voll. Und um all´ diese Bedürfnisse muss sich dann die neue Mama kümmern und nur die Mama, das registriert der Chip.

Mit Hilfe des Computerchips wird alles aufgezeichnet was die Teeniemutter innerhalb ihrer Mutterschaft auf Probe mit dem Baby macht. Ob sie es schreien lässt, ob sie grob oder liebevoll mit ihm umgeht und so weiter und sofort.

Die Mädchen lernen wie es ist nachts nicht zu schlafen, auf offener Strasse ein Baby zu wickeln oder zu füttern, zu spät zu kommen, weil die Bedürfnisse des Babys Vorrang haben oder Streit mit dem Freund zu haben, wegen des Kindes.

Und auch wenn

die Mädchen auch die positiven Seiten kennen lernen und manche das Baby lieb gewinnen, obwohl es nur eine Puppe ist, revidieren so gut wie alle Mädchen ihren frühen Kinderwunsch nach dem Projekt und nehmen sich vor erst in einigen Jahren Kinder zu bekommen und bis dahin Verhütung besonders ernst zu nehmen.