Zahl der Arbeitsunfälle 2013 auf niedrigstem Wert
Die Zahl der schweren und tödlichen Arbeitsunfälle in Deutschland ist 2013 auf den niedrigsten Wert seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen im Jahr 1960 gesunken. Auf 1.000 Vollarbeiter kamen 2013 nur 23,9 Arbeitsunfälle. Ein Jahr zuvor lag die Unfallhäufigkeit noch bei 24,7 Prozent. Vergleicht man die Zahlen mit dem Jahr 2010, lässt sich sogar ein Sinken der Arbeitsunfälle um 8,3 Prozent feststellen.

Wie wird der Arbeitsplatz sicherer?
Was auch immer die Zahlen sagen, um solche Unfälle zu vermeiden, sollte der Arbeitsplatz in jedem Fall sicher sein. Wie können Gefahren so gering wie möglich gehalten werden? Der Beschäftigte selbst sollte zum einen Sicherheitsvorschriften des Unternehmens beachten. Wenn ein Mitarbeiter an einer Maschine arbeitet, sollte er dort regelmäßig die Schutzvorrichtungen kontrollieren. Wichtig ist aber auch, dass der Mitarbeiter nicht übermüdet, sondern immer ausgeschlafen und fit an der Maschine steht. Denn Konzentration ist wichtig für die Sicherheit. Ein falscher Handgriff und schon ist ein Unfall passiert. Deswegen ist es wichtig, dass der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmer auch genügend Ruhezeiten gönnt. Nicht ohne Grund darf man in Ausnahmefällen maximal 10 Std. am Tag arbeiten. Denken wir nur an den LKW-Fahrer, der ohne genügend Ruhezeiten einen tödlichen Unfall verursachen kann und damit auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet.

Der Arbeitgeber sollte seine Mitarbeiter in allen Themen rund um die Sicherheit am Arbeitsplatz schulen. Außerdem sollte jeder Mitarbeiter an einer Erste-Hilfe-Schulung teilgenommen haben. Der Arbeitgeber hat wiederum dafür zu sorgen, dass alle gesetzlichen Vorschriften laut EU-Gesetzgebung zur Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz erfüllt sind. Diese Vorschriften sind einerseits allgemein verfasst, können aber zusätzliche Regelungen enthalten, die je nach Branche sehr voneinander abweichen. So gelten in einem Chemielabor ganz andere Sicherheitsvorschriften als auf einer Baustelle. Auch der

Schutz von spezifischen Gruppen wie Jugendliche oder Schwangere muss in jedem Betrieb gewährleistet sein.

Neben all diesen Grundlagen, gibt es auch etwas ganz einfaches, mit dem sich jeder vor Gefahren am Arbeitsplatz schützen kann: Die richtige Arbeitskleidung. In manchen Berufssparten ist eine Sicherheitskleidung sogar vorgeschrieben, man denke an den Handwerker, Bauarbeiter oder Feuerwehrmann.

Klar wird, man kann selbst viel für die eigene Sicherheit am Arbeitsplatz tun. Aber auch der Arbeitgeber muss die Voraussetzungen für einen sicheren und "gesunden" Arbeitsplatz schaffen.