Und der Mann aus "Drei Mann in einem Boot", Papi aus „Witwer mit 5 Töchtern“ und Willi aus den „Willi Winzig“-Filmen war nicht nur Schauspieler, Entertainer und Komiker sondern auch Komponist und Dichter. Eigentlich wollte Heinz Pianist werden, doch sein Großvater bestand auf eine kaufmännische Lehre.

Seine Frau Gilda lernte Heinz Erhardt in einem Fahrstuhl kennen. Sie heirateten 1935 und hatten gemeinsam vier Kinder. Die Töchter Grit, Verena und Marita und den Sohn Gero. Im zweiten Weltkrieg landete der Nichtschwimmer und Brillenträger ausgerechnet in Stralsund bei der Marine. Dort suchte man einen Klavierspieler für das Orchester. Und Klavier spielen konnte Erhardt. Sein dickes Brillengestell wurde zu seinem Markenzeichen.

Heinz Erhardt war der König der geplanten Improvisation. Er arbeitete hart. Obwohl er in seinen Filmen so oft den liebevollen Vater spielte, hatte er für seine eigene Familie nur sehr wenig Zeit. Ob er deswegen ein schlechter Vater war, wie er von sich selbst einmal behauptete, können wohl nur seine Kinder beurteilen. Und die urteilen er sei zwar selten zu Hause gewesen aber stets liebevoll und aufmerksam.

Sein von ihm immer so leicht und unbeschwert vorgetragene Humor war harte Arbeit. Heinz Erhardt war Profi durch und durch und überließ tatsächlich nur wenig dem Zufall.

Viele Redewendungen, Sprüche, Gedichte und

Lieder, die heute noch viele kennen, stammen vom großen Heinz Erhardt, auch wenn das nicht jeder weiß.

Heinz Erhardt starb am 5. Juni 1979. Vier Tage vor seinem Tod wurde ihm noch das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Erhardt wurde in seiner Wahlheimat Hamburg beigesetzt.