Jules Dassin erblickte am 18. Dezember 1911 in Middletown, im US-Bundesstaat Connecticut, das Licht der Welt. Er wuchs in New York auf, genauer in Harlem. Schon als Schüler interessierte er sich fürsTheater. Ab 1934 reiste er zwei Jahre durch Europa und studierte einige Semester Dramaturgie. Ab Mitte zwanzig stand er zunehmend als Schauspieler auf der Bühne. Sein Debüt als Filmregisseur gab Jules Dassin im Jahr 1941 für Metro-Goldwyn-Mayer; einige Jahre später unterschrieb er bei Universal, wo er erste Erfolge vorweisen konnte. Darunter waren zum Beispiel „Zelle R 17“ (1947) und „Gefahr in Frisco“ (1949). Dassins Karriere wurde jäh unterbrochen, als er von seinem Kollegen Edward Dmytryk im Jahr 1950 vor dem Komitee für unamerikanische Aktivitäten als Kommunist denunziert wurde. Dassin ging nach Europa. Mit „Rififi“ (1955) erzielte er endlich wieder einen Erfolg – sowohl bei den Zuschauern als auch den Kritikern: In Cannes bekam er im gleichen Jahr den Preis für die beste Regie. Weitere bekannte Filme sind „Sonntags… nie!“ (1960) und „Topkapi“ (1964). Nachdem Dassin im Jahr 1966 die griechische Schauspielerin Melina Mercouri zu seiner Ehefrau Nummer zwei gemacht hatte, zog er vier

Jahre später nach Griechenland. Auch für den US-amerikanischen Markt drehte er ab Ende der sechziger Jahre wieder Filme. Jules Dassin starb am 31. März 2008 in einem Athener Krankenhaus. Er hinterlässt zwei seiner drei noch lebenden Kinder, die er mit seiner ersten Ehefrau, der ungarischen Violinistin Béatrice Launer, bekommen hatte.