Mit Umschreibungen wie "100% natürlich", "aus der Natur", "natürlichen Ursprungs" oder "Natural" wird auf zahlreichen Kosmetikprodukten geworben. Viele Kunden glauben sich mit dem Kauf so beworbener Produkte etwas Gutes zu tun und werden so teilweise in die Irre geführt. Denn solche Begriffe sind nicht geschützt. "Die Hersteller testen dabei aus, wie viel Greenwashing über Positionierung und

Werbung möglich ist", zitiert "Ökotest" Elfriede Dambacher vom Beratungsunternehmen Naturkosmetik Konzepte.

34 vermeintliche Naturkosmetikprodukte, wie Shampoos, Gesichtcremes, Lotions und Duschgels, wurden für die Augustausgabe der Zeitschrift "Ökotest" untersucht.
Dabei stellte sich heraus, das namhafte Hersteller die massiv damit werben das sie besondern Wert auf natürliche Inhaltsstoffe legen und sich das teuer bezahlen lassen, wie "Aveda", "Body Shop", "Crabtree & Evelyn", "Burt’s Bees" und "Yves Rocher", fleissig in den Chemiebaukasten greifen. Sei es bei künstlichen Duftstoffen, künstlichen Farbstoffen oder Konservierungsmitteln die im Verdacht stehen krebserregendes Formaldehyd abzuspalten.

Ausserdem werden häufig natürliche Wirkstoffe auf der Verpackung zwar gross beworben, sind im Produkt dann jedoch nur in verschwindend geringer Konzentration vorhanden.

Beim Verbrauchermagazin rät man auf kontrollierte Gütesiegel wie "kontrollierte Naturkosmetik", "Ecocert", "BDIH" oder "Natrue" zu achten sich nicht von "Blüten, Blättern, Kräutern und Obst" auf Verpackungen in die Irre führen zu lassen.

Eine gute, kostenfreie Hilfe beim Entschlüsseln von Inhaltsstoffen bietet die Website "Codecheck.info".