Des Weiteren schade das UV-Licht den Nägeln, denn durch das Licht würden sie mit der Zeit immer dünner und brüchiger. Hintergrund: Sogenannte Gel-Nägel sind Nägel, die mithilfe der sogenannten Gel-Technik verarbeitet werden. Das Gel ist ein Acrylgel, dass sich durch UV-Licht verändert: Es härtet durch UV-Licht-Bestrahlung aus. Dazu wird ein Härtungsgerät verwendet, in das die Hände mit den mit Gel modellierten Nägeln – in das flüssige Gel können zum Beispiel Kristallsteinchen eingearbeitet sein – gelegt werden. Die Aushärtung des Gels erfolgt unter Wärmeentwicklung, was einige Minuten dauert. „Die meisten Gele sind beständig gegenüber Lösungsmitteln und müssen zur Entfernung gefräst werden, es gibt aber auch Varianten (Soak-Off-Gele), die trotz der UV-Härtung wie Acryl entfernt werden können“, ist bei Wikipedia zu lesen.
Laut Dr. Chris Adigun von der NYU School of Medicine sei das UV-Licht in Härtungsgeräten genauso schädlich für die Hautzellen wie das UV-Licht in Solarien, wie in einem Artikel der britischen Zeitung „Daily Mail“ vom 5. März 2013 zu lesen ist. Dabei stützt sich Adigun auf Ergebnisse einer Studie aus dem Jahr 2009: Bei zwei Frauen wuchsen Tumore an den Händen, nachdem sie regelmäßig eine Gel-Maniküre bekommen haben. Keine der

beiden sei genetisch oder erblich vorbelastet gewesen, wird in der Fachzeitschrift „JAMA Dermatology“ ausgeführt.
Als weitere Nachteile der Gel-Maniküre werden genannt, dass durch das Auftragen von Nagellack eventuelle Infektionen übersehen werden können und dass die Haut schneller altert. Deswegen sollte eine Gel-Maniküre – wenn überhaupt – nicht regelmäßig, sondern lediglich zu speziellen Anlässen durchgeführt werden. Und die Hände sollten vor einer Gel-Maniküre mit Sonnencreme eingecremt werden.